memento

MOMENTO MORI (Quelle: Stadtkirche Celle)

Kreuzigungsgruppe

Auf einem reichverzierten Balken im Durchgang vom Langhaus zum Hohen Chor steht die Kreuzigungsgruppe eines unbekannten Meisters, die vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts, also in vorreformatorischer Zeit, entstanden ist.

In Mitleid herausfordernder Weise wird dem Betrachter der ausgemergelte, mit stark geschwollenen Adern versehene und nur mit einem Lendenschurz bekleidete Körper Christi vor Augen geführt.

Dem nur noch wenig geöffneten Mund scheint der letzte Lebenhauch zu entweichen, der Kopf ist leicht gesenkt, die Lider fallen schwer herab auf die bereits gebrochenen Augen - ein holzgeschnitztes, farbig gefasstes Werk von großer Ausdruckskraft.

Die Figuren der Maria und des Johannes sind in lange Gewänder gehüllt. Stumme Trauer ist ihrer Körpersprache und ihren Gesichtern zu entnehmen.