Johann Sebastian Bach war nicht nur ein singuläres Genie, sondern Mittelpunkt eines dichten musikalischen Beziehungsgeflechts, das Familie und Freundschaften umfasste. Dieses Netzwerk prägte die Musik des 18. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Bachs Söhne führten das musikalische Erbe auf eigene Weise fort.
Carl Philipp Emanuel Bach entwickelte den empfindsamen Stil und wurde zu einem Vermittler zwischen Barock und Klassik. Eine zentrale Rolle spielte auch Georg Philipp Telemann, Taufpate von Carl Philipp Emanuel Bach. Die Beziehung zwischen Bach und Telemann war von gegenseitigem Respekt und stilistischem Austausch geprägt: Während Bach Telemanns weltoffene Melodik schätzte, bewunderte Telemann Bachs kontrapunktische Meisterschaft.
Weniger persönlich, aber musikalisch eng verbunden ist Jan Dismas Zelenka. Der Dresdner Hofkomponist stand Bach ästhetisch nahe: Beide verband eine Vorliebe für komplexe Harmonik, rhythmische Kühnheit und Tiefgründigkeit. Bach kannte und schätzte die Werke Zelenkas.
In unserem Konzert wollen wir die geistige Welt dieser „goldenen Epoche“ der Barockmusik in ihrer Farbigkeit, Virtuosität und Tiefe ausloten.