MOMENTO MORI (Quelle: Stadtkirche Celle)

Altar (Quelle: Stadtkirche Celle)

Als Beispiel hoher künstlerischer Gestaltungskraft kann der von Herzog Christian 1613 gestiftete Altar gelten. In ihm verbinden sich Einflüsse des späten Mittelalters mit den Renaissance-Programmen protestantischer Kirchen und bereits aufkeimenden Ideen und Formen des Barock. Es ist ein Altar der Übergangszeit, der aus der Verschmelzung der Elemente seinen besonderen Reiz bezieht. So ist er in seinem Zentrum noch mit den klappbaren Flügeln des Mittelalters versehen, während daneben die Säulen des Frühbarock zu finden sind. Die Altarmensa mit den eingehauenen fünf Weihekreuzen stammt wohl noch aus der Entstehungszeit der Kirche um 1300.

Seit der Restaurierung 1967/68 erstrahlt der Altaraufbau wieder in seiner ursprünglichen Farbfassung. Die Gemälde stellen Begebenheiten aus dem Leben Jesu dar. Dominierend ist das Mittelbild mit der Kreuzigungsszene. Darüber im Rundbogenrahmen ist die Auferstehung Jesu dargestellt. Im Auszug hat sich der Stifter mit seinem Wappen verewigt. Die Predella zeigt eine verkleinerte Wiedergabe des Abendmahls-Gemäldes von Marten de Vos in der Celler Schlosskapelle. Der Altaraufbau wie der plastische Schmuck werden der Braunschweiger Werkstatt Jürgen Röttgers zugeschrieben.

 

Altarbild (Quelle: Stadtkirche Celle)

Altargemälde

Die Gemälde des Altars, ausgenommen die Kreuzigungsszene, hat vermutlich der Celler Hofmaler Wilhelm te S. Simon nach fremden Vorlagen angefertigt. Die lebendige Kontur des Altares wird fernerhin durch manieristische Engelsfiguren zu seiten des Auszugs erreicht, der von der Figurengruppe der Trinität bekrönt wird. Außerdem trägt der Wechsel von flächig-geometrischen und vegetativ-plastischen Formen, von Malereien, Reliefs und vollplastischen Werken aus verschiedenen Materialien wie Holz, Stein, Gold und Silber zu der reichorchestrierten, aber dennoch einheitlichen Gesamtwirkung bei.

Als Beispiel hoher künstlerischer Gestaltungskraft kann der von Herzog Christian 1613 gestiftete Altar gelten. In ihm verbinden sich Einflüsse des späten Mittelalters mit den Renaissance-Programmen protestantischer Kirchen und bereits aufkeimenden Ideen und Formen des Barock. Es ist ein Altar der Übergangszeit, der aus der Verschmelzung der Elemente seinen besonderen Reiz bezieht. So ist er in seinem Zentrum noch mit den klappbaren Flügeln des Mittelalters versehen, während daneben die Säulen des Frühbarock zu finden sind. Die Altarmensa mit den eingehauenen fünf Weihekreuzen stammt wohl noch aus der Entstehungszeit der Kirche um 1300.