memento

MOMENTO MORI (Quelle: Stadtkirche Celle)

Epitaphe der welfischen Herzöge und ihrer Frauen

Von überregionaler Bedeutung sind die zwischen 1576 und 1707 entstandenen Epitaphe (Grabmäler) der welfischen Herzöge und ihrer Frauen. Sie zeigen Bilder von Menschen, die dem Tod und dem Leben in sehr unterschiedlicher Weise begegnen. Die Spanne des in Stein gehauenen, sichtbaren Verhaltens reicht von stiller, konzentrierter Ergebenheit im Grabmal Ernst des Bekenners bis zu herausfordernder, lässiger Überlegenheit des absolutistischen letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm.

Epitaph von 1576
Epitaph von 1576 für Herzog Ernst der Bekenner und Herzogin Sophie von Mecklenburg (Quelle: Stadtkirche Celle)

Ob die Fürstinnen und Fürsten sich selbst auch so gesehen haben, wie man sie im Hohen Chor dargestellt hat, werden wir nicht erfahren, zumal die meisten Bildwerke erst nach dem Tode angefertigt wurden. Die in seltener Geschlossenheit vorliegende Reihe von Epitaphen bildet ein eindrucksvolles Zeugnis vom Wandel der Zeiten und ihrer Ziele, eine Quelle der Erkenntnis für den Theologen, den Kunstliebhaber, den Historiker und den am menschlichen Sein Interessierten.